Das gute an so Bestenliste ist, dass man sie auch im Folgejahr noch erstellen kann. Im Grunde ist es also so wie mit der Steuererklärung. Danke Deutschland! Gestehen muss ich allerdings, dass ich mehr Zeit damit verbracht habe, mich durch den Drag City Katalog zu hören (Highlights: Silver Jews – American Water, Smog – Knock Knock) als mich mit neuer Musik zu beschäftigen. Das wird 2019 bestimmt anders.

MEINE TOP 5-TRACKS 2018

5. Mildlife – Phase II

Das Space/Kraut/Jazz-Quartett Mildlife kommt aus Melbourne und hat mit Phase II im Herbst eine Nachfolge-7″ zum Album – Überraschung – mit dem Titel Phase herausgebracht. Wäre ich Alexander Gerst, ich hätte ich den Song bei meinen 3.000 Erdumrundungen in Dauerschleife gehört.

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4. Hot Snakes – Six Wave Hold-Down

Nach 14 Jahren Stille meldeten sich die Garage-Punk-Veteranen von Hot Snakes vor gut einem Jahr mit dem Brett Six Wave Hold-Down zurück. In Zeiten von semi-guten Reunions kam diese erfrischend nach vorne peitschende Nummer gerade recht.

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3. Idles – Samaritans

Apropos nach vorne peitschen. Auch so ein Kaliber kommt von der britischen Band Idles, die mit Joy as an Act of Resistance ebenfalls ein sehr gelungenes zweites Album veröffentlicht hat. Samaritans befasst sich mit einem ekligen aber sehr aktuellen Thema: toxische Maskulinität.

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2. Shame – One Rizla

Ebenfalls aus England kommen die jungen Post-Punker von Shame, die für das Video zu ihrem allerersten Song One Rizla Urlaub auf einem Bauernhof gemacht haben. Kurz danach gab’s dann ihr Debüt Songs of Praise auf Dead Oceans. Super Song, super Platte, super Band.

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1. The Twilight Sad – I/m Not Here

Und nochmal UK: Ich bin großer The Twilight Sad-Fan, deshalb habe ich mich sehr über ein Lebenszeichen seit Nobody Wants to Be Here and Nobody Wants to Leave (2014 auf FatCat Records) im letzten Sommer gefreut, um daraufhin ihre gesamte Diskografie hoch und runter zu hören. Ein neues Album gibt es übrigens in einer Woche auf Rock Action Records – darauf dann auch I/m Not Here [missing face], wo es sich wie immer um eher düstere Theme dreht – „about my ongoing battle with not liking myself, trying to be a good person but constantly feeling like I’m failing myself and everyone I care about“.

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Auf der nächsten Seite findet ihr meine Top 5-Alben 2018 – hier findet ihr alle Jahrescharts aus diesem Jahr und die der vergangenen Jahre.

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