Festzuhalten nach 2016 bleibt: Den Vorsatz, endlich wieder mehr Musik zu hören, habe ich tatsächlich auch umgesetzt. Dem entsprechend schwierig ist es jetzt für mich, das alles in zwei (viel zu) kurze Listen zu packen. Persönliche Überraschung: der große Anteil deutschsprachiger Musik – die war in den letzten Jahren eher nicht so meins.

P.S.: Die Reihenfolgen der Listen sind jeweils zufällig.
 

TOP 5 Songs

 

Der Ringer – Apparat

Die angesprochenen deutschsprachige Musik, erster Teil. Schon länger habe ich Der Ringer auf dem Schirm, aber die Glücklich EP hat meine Zuneigung dann letztes Jahr noch mal auf ein neues Level gehoben. Jeder einzelne Song hätte das Zeug hier in dieser Liste zu erscheinen – Apparat liegt am Ende knapp vorne. Und der Beginn von 2017 ist vielversprechend: Das erste Album und eine Tour stehen an!

Frank Ocean – Pink & White

Ich habe selten so einen Hype erlebt wie den um die immer wieder verschobene Veröffentlichung von Frank Oceans LP Blonde. Nachdem ich mich mit dem Album dann in Gänze beschäftigt hatte, musste ich dann feststellen: Übertrieben Hype, denn die LP wird ihm für mich nicht wirklich gerecht. Trotzdem habe ich für mich 3-4 Highlight-Tracks gefunden – und Pink & White liegt ganz vorne.


 

DIIV – Out of Mind

Zugegeben: Das ist fast schon ein wenig geschummelt, denn der Song ist mir schon Ende 2015 in Benajmins Küche begegnet – aber trotzdem ist Out Of Mind einer der wichtigsten Songs meines letzten Jahres (zumal er auch erst 2016 offiziell veröffentlicht wurde). Mehr: siehe unten.


 

Roosevelt – Moving On

Auch wenn Popmusik nie meine große Liebe sein wird: Das ist schon ein bemerkenswert starkes Debüt, das Marius Lauber als Roosevelt abgeliefert hat. Dem enstprechend häufig habe ich mir die Tracks letztes Jahr auch angehört. Festgebrannt hat sich Moving On, das für mich auch die Stärke des Albums zeigt: Diesen – bei allem Pop – dezent melancholischen Touch. Den mag ich!


 

Messer – Meine Lust

Hymne, Antrieb, Zustandsbeschreibung – so kann ich dieses Lied von Messers Album Jalousie kurz und knapp zusammenfassen. Demnach kam es auch in den unterschiedlichsten Momenten zum Einsatz. Darf in dieser Liste somit nicht fehlen!


 

Top 5 Alben

 

DIIV – Is The Is Are

Wie bereits letztes Jahr an dieser Stelle angekündigt: Is The Is Are findet unbestritten seinen Platz in dieser Liste. Alles in allem ist das Album eine absolute Steigerung zur ersten LP Oshin – meine Erwartungen wurden also nicht enttäuscht. Schade nur: Die Konzertkarten hängen wegen der leider (auf unbestimmte Zeit) verschobenen Europa-Tour noch immer an meiner Tür… freue mich trotzdem noch drauf!


 

Vesuvio Solo – Don’t Let Me In The Dark

Sehr schön ist auch das neue Album der Kanadier von Vesuvio Solo. Wie schreib es Steffen in seinen Jahrescharts? „Sanfter Lo-fi Pop im 80er-Jahre-Gewand“ – da schließe ich mich an, gefällt mir sehr gut. Mein persönliches Highlight ist der Track Flakes.


 

Soft Hair – Soft Hair

Soft Hair ist ein Spaßprojekt(?) von Connan Mockassin und Sam Durst (LA Priest/Late of the Pier) – und das Album macht auch beim Hören sehr viel Spaß! Als Hörprobe herausgepickt habe ich die Single Lying Has To Stop, die auch ohne Bauchschmerzen in der Top-Tracks-Liste stehen könnte:


 

Ulrika Spacek – The Album Paranoia

Ok, ich habe eine klare Schwäche für Grunge-Einflüsse, wie sie auch Ulrika Spacek in ihrem Indie-Rock Album zulassen. Ein Album, dass perfekt in den Herbst gepasst hat. Freue mich auf mehr dieser Art! Vorzeigetrack ist der weniger öffentlich präsente Beta Male, der erst rein instrumental ist und dann mit psychedelisch-schönem Gesang noch mal aufblüht.


 

Klangstof – Close Eyes To Exit

Ich glaube, es gab nur eine halbe Stunde, in der ich dieses Album nicht mochte. Das war direkt nach dem Kommentar „Ey, ist das Coldplay, was da gerade läuft?“. Nein, Klangstof sind nicht Coldplay. Vielleicht ist da eine stimmliche Ähnlichkeit – aber das Album der vier jungen Niederländer ist deutlich spannender! Das Debütalbum ist sehr vielseitig geworden. Und passt so gut wie immer!


 

Ansonsten noch sehr spannend:
Die Heiterkeit, Gurr, Klaus Johann Grobe, Keshavara, Leif Ericson, MMoths, Oracles, Project Pablo, Radiohead, Sampha, The Invisible, Urban Homes
 

Diese Songs und Alben fand ich übrigens 2015 gut. Und hier findet ihr alle weiteren HEY-Jahrescharts.