Sarah Anna Psalti, auch bekannt als Sarah P., ist eine Singer/Songwriterin aus Griechenland. Sie hat vor ein paar Wochen ihre erste EP namens Free auf ihrem ganz eigenen Label veröffentlicht.

Wir trafen die ehemalige Sängerin von Keep Shelly in Athens online, um mit ihr über ihr Solo-Projekt zu sprechen und erfuhren unter anderem von ihr, warum Berlin ihre neue Heimat geworden ist.

HEY SARAH P.!

Wie würdest du deine Musik beschreiben?

Verträumt, manchmal mit Ecken und Kanten, tanzbar. Und immer unter dem Schirm von Elektro Pop.

Was ist dein Laster?

Teenie-Filme und romantische Komödien. Ich hasse es zuzugeben, aber ich bin ein Experte. Ich hab ungefähr alles gesehen, was es da so gibt…

Was ist dein verstecktes Talent?

Ich kann Babys zum Lachen bringen.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Aus verschiedenen Gründen: Casablanca.

Warum hast du deine alte Band, Keep Shelly in Athens, verlassen?

Ich schätze, ich bin in Sachen Kreativität Erwachsener geworden und das hat nicht mehr zur Band gepasst. Das ist aber irgendwie normal und der Lauf der Dinge. Ich bin sehr jung zur Band gestoßen und ich werde alle Erinnerungen, die ich in der Zeit beim Aufnehmen, Proben und Touren gesammelt habe, mit mir tragen.

Ich wollte aktiver und engagierter sein, aber ich wusste, dass das nur durch einen Austritt aus der Band realisierbar war. Was ich dann auch tat – und so begann ein neues Kapitel in meinem Leben. Hier bin ich nun!

Warum hast du dein erstes Album „Free“ genannt?

Ich musste mich neu finden und meinen Kopf von Ängsten und Unsicherheiten befreien. In gewisser Hinsicht wurde ich neu geboren. Ein Neugebornes ist frei von Nonsens, Ängsten oder Dingen, die einen zurückhalten. Diese EP dient für mich als eine Erinnerung an all das, was ich so durchmachen musste und nun hinter mir gelassen habe. Ich hatte eine wirklich verrückte Reise. Seit 2010 ist mein leben sehr „holprig“, aber seitdem ich mich in Berlin niedergelassen habe, habe ich meine Balance als Künstlerin und Privatperson wiedergefunden. Ich habe meine erstes Solo-Album veröffentlicht und es gab einfach keinen besseren Titel als „Free“.

> Hört Euch hier das erste Album von Sarah P. an

Was sind deine Pläne mit deinem eigenen Label, EraseRestart?

Oh, ich habe viele Pläne damit. Es gibt ein paar Ideen, die ich aber leider noch nicht mit euch teilen kann. Alles, was ich sagen kann, ist, dass das Label in eine kreative Plattform/Gemeinschaft überführt werden soll, wo Menschen ihre Geschichten teilen können und dabei komplett frei sein dürfen (durch Kunst).

Warum bist du eigentlich nach Berlin gezogen?

Mir wurde dazu gerate, es war nicht unbedingt meine erste Option. Ich fühlte mich an diesem bestimmten Punkt in meinem Leben ziemlich verloren und alles, was ich wollte, war mein Glück an einem neuen Ort zu finden. Ich habe mich nach einem Neubeginn gesehnt. Die Leute um mich herum sagten „Hey, Berlin würde zu dir passen“. Ich packte also meine Demos, meine Klamotten, mein Leben und zog nach Berlin. Ich bin sehr froh, dass ich diese Chance wahrgenommen habe. Schließlich hat alles (vor allem bezüglich meiner Musik) funktioniert und darüber hinaus habe ich den Richtigen gefunden und mich niedergelassen. Das ist schon eine große Sache!

Was ist dein Lieblingsort (weltweit)?

Es gibt so viele wunderschöne Orte, die ich besucht habe, und so viele wunderbare Orte, die ich noch nicht gesehen habe. Aber wenn es einen Ort auf dieser Welt gibt, den ich liebe und vermisse, dann ist das Kreta. Wir verbrachten den Sommerurlaub mit der Familie immer dort. Ich habe immer noch Familie da. Meine Eltern und ich sind da immer mit dem Auto rumgefahren und haben die tolle Insel erkundigt und sind an den tollsten Stränden schwimmen gegangen. Ich weiß nicht, ob ich mich richtig erinnere, aber ich habe diesen blauen Ozean als zauberhaften und mythischen Ort im Kopf. Ich war seit Ewigkeiten nicht mehr da, aber ich hoffe, dass ich da bald nochmal hin kann.

Was können wir für 2016 erwarten?

Konzerte und mehr Musik! Mein Album wird Ende des Jahres erscheinen und ich freue mich wirklich darüber! Das ist alles, was ich gerade dazu sagen kann!

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