2015 ist fast vorbei. Im Rückblick kann ich manchmal gar nicht richtig glauben, was (in diesem ja eigentlich recht kurzen Zeitraum – was sind schon 365 Tage?!) alles passiert sein soll. Musik war auch immer dabei, selbst bei den wichtigsten Ereignissen, die ich so erlebt habe. Die meiste Musik war diese hier. Versteht die Abstufungen von 1-5 bitte nicht gnadenlos hart als hierarchisch. Was weiß ich denn, wie so eine Liste morgen aussehen würde? Dafür war 2015 zu voll von guter Musik.

S O N G S

1. Four Tet – Morning Side

Zwanzig Minuten Glückseligkeit.

2. Lower Dens – To Die In L.A.


Das Album hat leider nicht ganz gehalten, was dieser lässige Song versprochen hat. Großer Song trotzdem!

3. Beach House – Space Song


Exemplarisch für beide Beach House-Alben, die dieses Jahr rausgekommen sind. Beach House eben: berührend und beruhigend.

4. Surf City – Hollow Veins


Der Song, den ich von Surf City wollte, dieser durchgedrehte Jekyll Island and the Psychosphere mit seinem luftigen Charme, dem fuzzy Bass und den Nirvana-Gitarren mittendrin, tja, den gibts nirgendwo im Internet zum Streamen. Deswegen hier Hollow Veins. Psychedelic aus Neuseeland. Super!

5. DIIV – Dopamine


Kann mich seit Monaten nicht davon loseisen. Endlich neue Musik von DIIV. Das neue Album wird, so viel kann ich schon verraten, garantiert in einem Jahr in dieser Liste hier auftauchen!

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A L B E N

1. Tame Impala – Currents

Eine nicht nur von mir sehnsüchtig und wie ein sog. Flitzebogen gespannt erwartete Platte, mit deren Cheesigkeit ich mich vielleicht ein bisschen anfreunden musste zu Beginn. Dann aber doch festgestellt, dass Kevin Parker (ob der eigentlich noch mit einem HEY-Jutebeutel herumläuft?) da einfach eine große Pop-Platte geschaffen hat, mit tausend guten Melodien ohne Angst vor Kitsch. Was ich ja per se super finde.

2. Ducktails – St. Catherine


Ich bin einfach Fan von Matt Mondanile, der ja eigentlich in erster Linie Gitarrist bei Real Estate ist, aber nebenher so viel Output für sein Side Project Ducktails produziert, dass man diesem Mann musikalischen Workaholism oder Genialität unterstellen muss, oder was auch immer, mir egal, ich liebe jedenfalls diesen verschlafenen, leiernden Pschycedelic Pop, den er mit seiner Band Ducktails macht.

3. Father John Misty – I Love You, Honeybear


Josh Tilman klingt wie Elton John und hat eine dramatische, große Platte voller toller Songs gemacht, die bei den wichtigsten Sachen im abgelaufenen Jahr bei mir dabei war.

4. Kurt Vile – b’lieve i’m going down


Ich habe ein bisschen gebraucht, bis ich mich auf diese Platte einlassen konnte, zu schwer wog das glänzende Vermächtnis des Vorgängers, das b’lieve i’m going down nicht einlösen wollte. Dann aber gemerkt, dass ich immer vom „man in the miiirror“ vor mich hinsang. Umwerfend.

5. Courtney Barnett – Sometimes I Sit And Think, Sometimes I Just Sit


Schon ein ganz schön bescheuerter Albumtitel, muss man sagen. Trifft auf mich aber auch zu. Ich verbinde mit Courtney Barnett eine lange Autofahrt nach Berlin und eine lange Autofahrt von Berlin zurück, und zahlreiche Momente, in denen ich die Anlage lauter gedreht habe, wenn einer ihrer Smash-Hits kam, und davon sind einige auf dem Album drauf.