2015! Ein sehr wichtiges Jahr. Verdammt viel ist in den letzten 12 Monaten passiert und hat sich verändert. Und diese Songs und Alben sind und waren sehr regelmäßig mit dabei, aufgelistet in eher zufälliger Reihenfolge:

S O N G S

DIIV – Dopamine

Die Band um Z. Cole Smith hat sich auf ihrem zweiten Album Is The Is Are definitiv weiterentwickelt: Plötzlich versteht man die Vocals, plötzlich kann man hier und da fast schon so etwas wie Euphorie heraushören, wenn auch in dezenter Form. Ein Beweis ist die erste Single Dopamine, die von Smiths Heroin-Sucht handelt. Kein 2015 ohne Dopamine – und soviel darf ich schon spoilern: Das Album hat es schon jetzt in meine 2016er-Bestenliste geschafft!


 

Tame Impala – Let It Happen

Zugegeben: Ich gehöre zu den wenigen Menschen, denen das neue Tame Impala-Album nicht wirklich gefällt. Let It Happen ist dabei allerdings eindeutig ausgeklammert – weil einfach: wow! 7:49 Min. Gesamtkunstwerk, hinter jeden Minute wartet gefühlt wieder etwas neues. Der Gesangspart ab 7:00 Min. war nebenbei auch noch der hartnäckigste Ohrwurm 2015…


 

Jamie xx – Loud Places

Um in der Alben-Bestenliste zu landen, war mir In Colour dann doch zu in sich zu unterschiedlich stark – aber Loud Places, gesungen von Jamies xx-Kollegin Romy ist einer der absoluten Vorzeigetracks des Albums. Nicht zuletzt wegen des tollen Umgangs mit dem Idris Muhammad-Sample


 

Sea Moya – Do Things

Das Berliner Trio Sea Moya steht für experimentelle Musik, irgendwo zwischen Funk, Krautrock, Afrobeat und elektronischen Elementen. Kurz: Man muss sie erst hören, um festzustellen, dass man drauf steht. Bei Do Things ging das im Sommer bei mir persönlich sogar sehr schnell. Zack, gelistet! Die restliche EP macht übrigens auch sehr großen Spaß.

 

Bibio – Petals

Bibio, aka Stephen Wilkinson hat die Gabe sich in ganz unterschiedlichen Genres zu funktionieren. Nächstes Jahr soll ein neues Album erscheinen, vorab gab es in diesem schon die erste Single Pentals. Und die steht sehr eindeutig für die nachdenkliche, melancholische Seite von Bibio. Ich bin schon sehr gespannt auf den Rest:

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A L B E N

Floating Points – Elaenia (Pluto)

Ich weiß gar nicht, ob man da noch Album sagen kann? Eigentlich ist dieses Floating Points-Werk nämlich ein einziger Track, der in betitelte Abschnitte geteilt worden ist. Früher war der Sound von Sam Shepherd noch deutlich elektronischer, jetzt kommt immer mehr der soulige Background des Briten durch. Bestes Beispiel für die Facetten und die Komplexität des neuen Albums ist der in drei Abschnitte eingeteilte Track Silhouettes:


 

Wyoming – Moon Jaunt (Adp Records)

Die 3 Jungs von Wyoming haben dieses Jahr ebenfalls ein neues Album nachgelegt. Moon Jaunt hat sich vom ersten Durchhören an für mich zu einem Album entwickelt, dass ich immer wieder gerne höre, wenn ich zu Hause bin – und damit hat es sich seinen Platz in dieser Liste gesichert. Easy as that! Musikalisch sind Wyoming deutlich gereift, die teilweise experimentellen Spielereien mag ich auch sehr gerne.

Weitere Anspieltipps: Mother Tongue, Moon Jaunt
 

Title Fight – Hyperview (Anti Records)

Title Fight ist so eine Band, die ich seit ihrem ersten Album – mal mehr, mal weniger intensiv – verfolge. Hyperview ist ein ziemlicher Bruch allem bisherigen Material, der bei vielen Fans nicht wirklich gut ankommt. Ich bin eine Ausnahme. Grunge trifft Punk Rock. Top!

Weitere Anspieltipps: Your Pain Is Mine Now, Rose Of Sharon
 

COMA – This Side Of Paradise (Kompakt)

The Sea hätte es auch ohne Weiteres in die Song-Bestenliste geschafft, aber dann hätte ich das Gefühl gehabt, das restliche Album nicht genug zu würdigen. Das erste COMA-Album In Technicolor war für mich eine Sammlung verschiedener Stile, This Side Of Paradise wirkt dagegen viel stringenter und im positivsten Sinne: verkopfter. Ende Dezember habe ich es auch endlich mal geschafft eine COMA-Clubshow zu besuchen – auch da hat sich mein Eindruck bestätigt. (Track kann nur ohne Adblocker abgespielt werden…).

Weitere Anspieltipps: Lora, Borderline
 

Gwilym Gold – A Paradise (Brille Records)

Experimentell und gleichzeitig sehr klassisch arrangiert – so lässt sich das Debütalbum A Paradise von Gwylim Gold beschreiben. Der ehemalige Sänger der Golden Silvers hat ein Album für Kopfhörer geschaffen, mit einer Tiefe, die ich bisher nur von Radiohead kannte. Dieses Album könnte besonders in den kommenden kalten Monaten noch mal ein großes Thema werden. Highlight ist für mich Unknown – auch außerhalb dunkler Momente.


 

Diese Songs und Alben fand ich übrigens 2014 gut. Und die hier 2013. Hier findet ihr dann alle weiteren HEY-Jahrescharts.