Hey! 2015 ist schon wieder fast alles passiert. In jeglicher Hinsicht. Allerdings habe ich zum Ende diesen Jahres ganz klare musikalische Favoriten, die mich jeweils durch allerhand Situationen begleitet haben. Klingt alles sehr Emo und ist auch genau so gemeint. In diesem Sinne: Frohe Weihnachten, schöne Feiertage und Happy 2016. Mal sehen, was das nächste Jahr für Überraschungen mit sich bringt.

SONGS

1. Veedel Kaztro feat. Fatoni – München – Kölle

Veedel K. hängt immer noch gerne am Büdchen ab. Was die Sektorwestbüdchengang halt so macht. Beide Protagonisten meines Lieblingssongs aus dem diesem Jahr haben auch jeweils ein Album gemacht. Vor allem bitte mal Yo, Picasso von Fatoni & Dexter anhören. Aber, aber, aber… dieses München – Kölle … Dieser Track auf Veedels Fußball EP aus dem Sommer… Wie die beiden Dudes durch Hamburg (haha?!) laufen und fast nur Quatsch über ihre jeweiligen Heimatstädte raushauen. Jedes Mal wieder habe ich ein Lächeln auf dem Gesicht. Wer mich kennt, weiß wie sehr ich auf Städte-Rap abfahre. Das hier hat sich einfach mal direkt auf Platz 1 meiner imaginären Städterap-Charts als auch auf Platz 1 meiner HEY-Charts katapultiert. Chapeau!

Köln, das ist doch die schönste Stadt dieser Welt und die größte in Rheinland-Pfalz 😀

2. Someone Still Loves You Boris Yeltsin – Step Brother City 

Auf einmal war dieser Song da. Kam schon ein bisschen aus dem Nichts. Das neue Album The High Country (Polyvinyl) kam im Sommer raus und hat kaum jemand gemerkt. SSLYBYs Hits waren meiner Meinung auch ganz klar auf den ersten Alben. Ja nun, bis Step Brother City das erste Mal hier lief. Waren SSLYBY schon einmal so schnell und poppig at the same time? Diese Whoo-Hooos machen mich absolut wahnsinnig. Eigentlich ist der Song auch auf Platz 1. Aber geht ja nicht.

3. Choke Up – Wildflower 

Choke Up – nie von gehört?! Choke Up is four best buds from Boston who love the Weakerthans and King of the Hill, schreiben sie selbst bei Facebook. Wer die Weakerthans liebt, kann kein schlechter Mensch sein, schreibe ich. Black Coffee, Bad Habits der Bostoner kam schon im Februar via Black Numbers raus. Mir wurde erst im Herbst von der Existenz dieser Band berichtet, weil ein Oberchecker-Freund eines Freundes die auf dem Fest in Gainesville gesehen hat. Für mich die perfekte Mischung aus emotionalem Hardcore, Gainesville-Punk Hymnen und vielleicht auch etwas Indie-Rock. Und Wildflower ist einfach der mega Ohrwurm. Es gibt auch diese Akustik-Version. Klingt komplett anders.

4. Suis La Lune – Different Perspectives

Gibt es eigentlich eine schlechte Band bei Topshelf Records? – Glaube nicht. Nach drei Jahren Pause gab es dieses Jahr die Distance / Closure EP der Schweden von Suis La Lune. Düster late-90s Screamo mit Post-Rock Elementen. Und so unfassbar gut, dass es die Japaner Envy mal eben so aus der TOP 5 gekegelt hat. Wer Envy, Raein, La Quiete und Konsorten mag, muss diese EP feiern. Different Perspectives ist Song 1 von 4. Und der Beste.

5. Hop Along – Powerful Man & Sports – The Washing Machine 

Dieses Jahr hab ich allerhand girl-fronted Indie-Rock gehört. Hop Along (Album: Painted Shut bei Saddle Creek) und Sports – (Album: All Of Something) haben beide total gewonnen. Ich möchte gerne beide Songs auf Platz 5 packen. Fällt bestimmt gar nicht auf.

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ALBEN

1. The World I A Beautiful Place And I Am No Longer Afraid To Die – Harmlessness (Epitaph)

Anspieltipps: I Can Be Afraid Of Anything, January 10th, 2014, The Word Lisa, Wendover 
aber auch Chest & Shirt auf der Split mit Rozwell Kid

Album des Jahres ist eine besondere Auszeichnung und ich finde TWIABP haben es sich wirklich verdient. Post-Emo schreibt das Internet fast übereinstimmend über die achtköpfige Band und das 2015er Meisterwerk Harmlessness. Mir fällt es schwer die Band überhaupt noch in eine Schublade zu stecken. Indie? Post-Rock? Emo? Post-Hardcore? … Was auch immer. Ich möchte einfach jeden Sampler nur noch mit I Can Be Afraid Of Anything beenden und mit January 10th, 2014 beginnen. Und euch die von HEY empfohlene Tour im Januar mit mewithoutYou nochmals empfehlen. 12 von 10 Punkten. Gänsehaut.

2. Herrenmagazin – Sippenhaft (Grand Hotel Van Cleef)

Anspieltipps: Ehrenwort, Halbes Herz, Wir Bluten Aus, Zum Teufel

Mit Abstand bestes deutschsprachiges Album in diesem Jahr. Ich weine immer noch bittere Krokodilstränen, da ich das Konzert in Köln verpasst habe. Aber HEY, ich habe The Robocop Kraus anstatt dessen gesehen. War auch gut (vgl. Konzerte des Jahres weiter unten). Herrenmagazin müssen also bald wiederkommen.

3. Desaparecidos – Payola (Epitaph)

Anspieltipps: City On The Hill, Backsell, The Left Is Right

Ich finde ja, dass mir Conor Oberst als Krachmacher besser gefällt. Erinnert sich noch wer an das 2002er Album Read Music / Speak Spanish der Desaparecidos um das Bright Eyes Mastermind? Einfach nur großartig. Die Warterei hat sich aber gelohnt. Payola muss in die TOP 5.

4. Kendrick Lamar – To Pimp A Butterfly (Aftermath/Interscope)

Anspieltipps: King Kunta, Alright, The Blacker The Berry

King Kendrick. Rap-Album des Jahres. Ende der Diskussion.

5. Grandbrothers – Dilation (FILM Recordings)

Anspieltipps: Wuppertal, Ezra Was Right

Das Debütalbum der beiden Grandbrothers vermutete ich schon im März in den Jahrescharts. Seitdem ist viel passiert. Die Grandbrothers sind in aller Munde und bestimmt auch bald in deinen Lieblingsclubs und -festivals. Klassische Klavierkompositionen meets Minimal, Experimental und Techno. Freue mich schon auf das Konzert im März im Kölner Stadtgarten.

Konzerte

1. Knapsack + Beach Slang – Münster (Gleis 22) + Köln – (Gebäude 9)
2. IIOI + Modern Baseball + Tiny Moving Parts (!!!) – Hamburg (Molotow)
3. Wanda – Köln (King Georg)
Doomtree – Hamburg (Molotow)
Foo Fighters – Köln (Lanxess Arena)
The Movielife + Apologies, I Have None + Gnarwolves – London (Electric Ballroom)
The Thurston Moore Band + Maserati – Münster (Gleis 22)
The Robocop Kraus – Köln (Klub Genau)
Rocky Votolato – London (The Islington)
Sufjan Stevens – Essen (Colosseum Theater)

Hier ist meine Spotify-Liste der absoluten Faves für 2015.

Checkt auch die TOP 5 der anderen HEYs. Bin selbst total gespannt, was es da noch zu entdecken gibt! Diese Songs und Alben fand ich letztes Jahr toll.