Hier sind meine fünf Lieblingsalben und meine fünf Lieblingssongs aus diesem verrückten Jahr 2014. Dass ein Künstler doppelt auftaucht, ist reiner Zufall. Viele der Top-Platzierungen habe ich lustigerweise in Posts von anderen bei HEY kennen gelernt. Es ergibt also glücklicherweise alles Sinn. Viel Spaß!
 

SONGS

1. Blaue Blume – In Disco Lights

Klar. So ein Romantiker wie ich lässt sich von diesem Schmachtfetzen, den Steffen im Frühjahr ausgegraben hat, sofort mitreißen. Ein großartiger Popsong. Live eine ziemlich abgedreht operettenhafte Band. Die EP ist okay, dieser Song überragt den Rest um Welten.

2. Von Spar – Chain Of Command

Auch hier: klarer Fall von Instant-Hit. Habe ich zum ersten Mal im Radio (!) gehört, da war das Album noch nicht draußen. Melodiös, slick, melancholisch, schön. Ein Song, bei dem ich mir anfangs manchmal gewünscht habe, dass er nie aufhört. Tolles Video auch.

3. Shura – Touch

Shura ist wohl einer der Newcomer des Jahres. Vor 12 Monaten noch völlig unbekannt, jetzt 30.000 Likes bei Facebook. Mit diesem Song fing im Februar alles an. Ein sehr trauriger Elektropop-Song zwischen Blood Orange und Madonna. Dieses Knutschvideo hab ich mir aus Prinzip nicht angeschaut.

4. Ja, Panik – Libertatia

Die Neuerfindung im Sound bei gleicher Attitüde, und das erste Album, das bei mir auf Dauerrotation lief in diesem Jahr – vielleicht ein bisschen zu dauerhaft, denn es ist schon einige Zeit her, dass ich die Platte nochmal gehört hätte. Für die erste Single gilt das nicht. Fresh fruits in unknown places. One world one love no nation.. Geiles Video auch.

5. Yumi Zouma – The Brae

Auch so ein Blog-Hype-Ding. Ein betörender, zurückhaltender kleiner Indiepopsong, eine unbekannte Schöne auf dem Cover, und die Info, dass die Band aus Neuseeland kommt – mehr wusste man im Januar 2014 noch nicht. Nach der ersten EP haben Yumi Zouma sich der Öffentlichkeit gezeigt, Konzerte gespielt und noch mehr Songs veröffentlich, die nicht an The Brae heran kommen. Ist aber auch egal. Denn meine Top 5 ist ja nun auch voll.

Hier geht es weiter zu meinen Top 5 Alben aus 2014:

 

ALBEN

1. The War On Drugs – Lost In The Dream

Das beste Album des Jahres. Ganz klar. Die Band um Adam Graduciel spielt auf dem Album noch kompromissloser mit Bruce Springsteen und Dire Straits-Sounds. Die atmosphärischen Flächen zwischendrin sind noch länger als auf den Vorgängern. Fliederfarbenes Vinyl. Ein tolles Konzert im Gebäude 9. So einfach ist es.

2. Mac DeMarco – Salad Days

Ich muss ehrlich zugeben: dass Mac DeMarco in diesem Jahr auf allen Kanälen Thema war, hat mich ein bisschen genervt. Irgendwie war es schöner, als noch nicht jeder über den berichtet hat, da konnte man sich mit diesen kleinen, weirden, rumpelig aufgenommenen Songperlen noch so für sich beschäftigen. EGAL. Salad Days ist das Album, auf das ich mich am meisten gefreut habe, und es hat mich nicht enttäuscht. Ganz im Gegenteil.

3. Sinkane – Mean Love

Sinkane hab ich zufällig mit meinem Freund Fiete in der großen Stadt Berlin live gesehen, ohne dass wir übertrieben viel von ihm gekannt hätten. Das, was wir dann sahen, hat uns sehr überrascht und positiv gestimmt, sodass wir bisweilen auch mal laut schrien. Sehr elektrisierender Neo-Afrobeat, I’d say. Sehr cool.

4. Von Spar – Streetlife

Support your local music scene, dachte ich mir, denn Von Spar sind ja zur Hälfte irgendwie Kölner und haben zumindest ihr Album in der schönen Stadt am Rhein aufgenommen – zur gleichen Zeit übrigens, als Miami dort an ihrem Westcoast-Softrock geschraubt haben. Und wenn man genau hinhört, dann findet man Spuren dieses unfreiwilligen Einflusses aus dem Studio auf dieser neuen Platte, auf der diese so wandelbare Band einen Ritt vollzieht von housigen Tracks über zurückgelehnten Disco-Sachen und bis zu leichten Ausflügen ins Yachtrock-Genre. Wenn ihr mich fragt. Die verschiedenen Sänger sind auch super, und mein Highlight ist die leise Reminiszenz an Peter Maffay’s „Und es war Sommer“. Geile Platte.

5. Jungle – Jungle

Haha. Ich hab voll lange gebraucht, bis ich gecheckt habe, dass Jungle eben nicht aus den beiden coolen schwarzen Dudes aus dem unfassbar coolen Video zu The Heat bestehen, sondern zwei weiße Londoner Vorstadtjungs sind. Das hat mich ehrlich gesagt ein bisschen enttäuscht. Und die Tatsache, dass Jungle so der große Hype 2013 war, denen man ein geiles Album und ein erfolgreiches Jahr 2014 vorausgesagt hat, und es (wie wir mittlerweile wissen) ja dann genauso kam, fand ich dann auch so ein bisschen halbgar. Solide abgeliefert, könnte man sagen. Aber wenn man die Platte dann nochmal hört, ist klar: bei allem Hype und Miniatur-Ausverkauf (ich meine: die haben einen Jungle-Shop auf ihrer Website) beinhaltet die Platte einfach durchgehend super Songs. All killer, no filler. Geil.

Diese Songs und Alben fand ich übrigens 2013 gut.