Letztes Jahr an dieser Stelle habe ich noch gemeckert, da 2013 musikalisch irgendwie nicht ganz so gut war. Dieses Jahr meckere ich über fast alles, aber nicht über den Soundtrack. Same procedure as every year: Künstler tauchen hier nur 1x auf. Sonst wäre alles voller Wanda. Alle meine 2014er Lieblingssongs sind in dieser Spotify-Playlist (hier). Knapp 12 Stunden Musik, falls über die Feiertage Langeweile aufkommen sollte!

 

SONGS

1. Wanda – Bologna

Und eins merk dir genau
Wenn jemand fragt wohin du gehst, sag nach Bologna!
Wenn jemand fragt wofür du stehst, sag für Amore, Amore!

Man multipliziere meine Schwäche für Österreich und die Tatsache, dass Alben zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein können mal x und heraus kommt: Wanda. Neben mir liegt eine Eintrittskarte für das Konzert im Februar. Wenn ich es anschaue, klopft mein Herz ein wenig schneller. Ich denke es ist Amore, das mit Wanda und mir. Leiwand’eske Textperlen gibt es auf diesem Meisterwerk zu entdecken, die es sich lohnt mit Füllfederhalter auf ein vergilbtes Stück Papier niederzuschreiben. Wenn du mich liebst, gib mir Schnaps, wäre nur eine davon.

2. Flying Lotus x Kendrick Lamar – Never Catch Me

Ist das eine Traum-Kollabo oder ist das eine Traum-Kollabo? Können die beiden jetzt bitte immer zusammenarbeiten? Danke.

3. Future Islands – Seasons (Waiting On You)

„about love, letting go, learning from your mistakes and always feeling that pull—yearning for a certain love, as time goes by and seasons change. It is simply a song about the human experience.“ (Sam Herring, Future Islands)

4. Schnipo Schranke – Pisse

Eins vorab: Bandname des Jahres. Und dann auch noch so ein Ohrwurm des Jahres. Chapeau, die Rotzgören. Weltherrschaft ist nicht mehr fern.

5. Prezident feat. NMZS (prod. Bojangelz) – Special Effects

Ich habe dieses Jahr viel deutschen Rap gehört. Vor allem PrezidentNMZS (R.I.P.) und grim104 (Zugezogen Maskulin). Diesen Song haben die beiden zwar 2012 aufgenommen, aber der Prezi hat ihn erst 2014 veröffentlicht. Deswegen ist Special Effects sowas von 2014 für mich. Damals hatte sicher keiner auf dem Schirm, dass die Antilopen Bande dieses Jahr so krass durch die Decke gehen wird. Zurecht, aber auch etwas zu spät.

Hier geht es weiter zu meinen Top 5 Alben aus 2014:

 

ALBEN

1. Ought – More Than Any Other Day

Es war zu erwarten und tatsächlich halten Ought tapfer auf der Pole Position in diesem Jahr. Wanda brachten das nervöse, kanadische Art-Punk Konstrukt zwar noch in den letzten paar Wochen ins Wackeln. Aber rückblickend auf das Jahr ist dieses Album und diese Band immer präsent gewesen und wird es vermutlich in den nächsten Jahren auch sein. Zumindest in meiner Welt. #Meisterwerk

2. Ja, Panik – LIBERTATIA

Ach Gottchen, schon wieder Österreich. Wer dachte nach dem monströsen DMD KIU LIDT käme nichts mehr, der wurde mit LIBERTATIA Lügen gestraft. Die seit diesem Album etwas fröhlicheren Wahl-Berliner verzichten nun auf die Vokabeln Moll und Rock, aber das neue Kostüm steht ihnen auch leiwand. #Utopia

3. Protomartyr – Under Colour Of Official Right

Protomartyr aus Detroit veröffentlichten dieses Jahr mit Under Colour Of Official Right ihr bislang zweites Album. Fantastischer Mix aus 70ies UK Post-Punk und garagigen, aber melodischen Detroit Working-Class-Rock. Großartige Platte! Hab‘ nun wieder Durst auf #Schnaps

4. The Hotelier – Home, Like Noplace Is There

The Hotelier (ex- The Hotel Year) stehen hier stellvertretend für einige wirklich fantastische New School Emo Bands, die mich durch 2014 begleiteten: Modern Baseball, Joyce Manor, The Front Bottoms, Into It. Over It., You Blew It, Foxing, Real Friends, Tiny Moving Parts, Prawn, Pianos Become The Teeth, Moose Blood, AJJ, Mccafferty… #forever #emo

5. Alex G – DSU

Was auch immer da dieser total junge Typ namens Alex G in seiner Studentenbude zusammengeschraubt hat, ist ein kleines Meisterwerk. Lofi-Indie-Rock, Slacker-Style 2014. Was wohl Steven Malkmus hierzu sagt. #secret

 

Was auch immer ihr in den nächsten Tagen feiert. Tut dies ausgiebig und happy holidays.

Checkt auch die TOP 5 der anderen HEYs. Bin selbst total gespannt, was es da noch zu entdecken gibt! Und diese Songs und Alben fand ich übrigens letztes Jahr toll.