Wie es der Zufall manchmal so will, hält ein regnerisch-kalter Sonntagnachmittag unerwarteterweise ein musikalisches Goldstück bereit. In diesem Fall die EP des aus Manchester stammenden Songwriters David O’Dowda. Look Up ist eine wunderbare Ansammlung von Songs, die sich irgendwo zwischen minimalistischen Kompositionen und zart-zerbrechlichen, aber gleichsam stark raumgreifenden Melodien wie ein wunderbares Klangnetz aufspannen. Oder kurz und ohne wohklingende Adjektive: Look Up ist ein gutes Beispiel dafür, dass weniger manchmal mehr ist.

Ohne Zweifel erinnert O’Dowdas Gesang und die Komposition seiner Songs an Werke aus der Feder Bon Ivers oder Ásgeirs, behält aber trotzdem etwas sehr Eigenes. Klingt platt, aber manchmal ist es eben das gewisse Etwas, was sich nicht in Worte fassen lässt, aber dazu führt, dass man genau bei diesem einen Stück Musik hängen bleibt und sich mit einem internen „Ha!“ darüber freut, mit seinen Ohren über so etwas Feines gestolpert zu sein.

David O’Dowda / Facebook / Soundcloud