Benni hat zu seinem eigenen großen Bedauern auch den ganzen Februar mit seiner Magisterarbeit verbracht und daher kaum etwas anderes gehört als im Januar – bis auf die tolle Shura, von deren Song Touch es seit vorgestern auch ein Video gibt.

 

Kristin hat sich in diesem Monat dank dem mit Naturgeräuschen verwebten Minimal Techno von Dominik Eulberg etwas mehr mit der Natur verbunden gefühlt. Der Naturliebhaber lässt Vogelgesang oder Froschquaken zu tanzbaren Liedern werden. Mit dem Track Der Hecht Im Karpfenteich fing alles auf dem Kölner Minimal-Label Traum Schallplatten an. Doch mir gefällt Björn Borkenkäfer besonders. Ganz anders und genauso schön: Connan Mockasin, der mir nach dem Konzert Anfang letzten Monats dauerhaft im Kopf herumschwirrt.

 

„Out of the court yard, come back tonight; my sweet Satan, I see you.“ Satanistische Rückwärtsbotschaften auf Schallplatten, das Phänomen gibt es bis heute und war Christians musikalisches Monatsthema. Von Opeth, Darkthrone, Judas Priest bis hin zu Slayers Hell Awaits. Obwohl er alle Cannibal Corpse und Obituary Alben durchhörte, blieb die Suche nach solchen Rückwärtsbotschaften bei diesen Künstlern erfolglos.

 

Zum Anfang des Monats hat sich bei Flo vor allem Empress Of festgesetzt – und dann kamen die vielen vielen neuen Alben. Bei denen ganz vorne mit dabei: die Wild Beasts (Anspieltipp: Nature Boy) und Real Estate (Anspieltipp: Navigator) – letztere sogar in Verbindung mit einem kleinen Konzert-Roadtrip nach Amsterdam. Hui.

 

Diesen Monat liefen bei Sylvia die Schmuckstücke der Brooklynschen Soul Masters aus dem Hause Daptone Records auf Dauerrotation. Kurz, aber in mehreren Teilen: Charles Bradley (ohne und mit der) Menahan Street Band und Sharon Jones. Dazu ganz viel Lou Reed, sowohl solo als auch mit Velvet Underground. Außerdem verspricht das neue Album der Wild Beasts ein absolutes Herzstück zu werden.

 

Bei Daniela lief nach dem Konzert der Band Fenster nur noch das Album der Vorband, Aloa Input – Anysome. Es läuft auch noch Anfang März. Ebenfalls wurde in letzter Zeit viel poppiger Punkrock gehört. Ganz vorne mit dabei sind die neuen Alben von: Pascow, Modern Baseball und The Hotelier (ex- The Hotel Year). Am letzten Wochenende liefen saisonbedingt diverse Karnevalshits. Mein Alltime-Favorit: Eilemann Trio – Der Ziegenbock. In diesem Sinne, ich habe der Party gedient.

 

Nicolas hat immer ein Auge auf dänische Bands und auch im Februar haben ein paar Lieblingsbands neue Songs gebracht wie z.B. Blaue Blume, Schultz And Forever oder Kill-J, die nun von Chess Club Records aufgenommen wurde. Das ist das gleiche Label, bei dem auch MØ zu Hause ist.
Andere spannende Bands und Newcomer waren im Februar Mother, JUCE, Cashmere Cat und Oceaán. Sensationelle Songs lieferten JUNGLE und Douglas Dare. Aber auch die neuen Alben von Gardens & Villa und Wild Beasts sind Highlights.

 

Der 1967 geborene Mark Kozelek begleitet mich schon seit meiner Teenagerzeit (klingt alt, oder?). Damals mit Red House Painters oder Sun Kil Moon, abwechselnd auch mal Solo als Mark Kozelek. Genau als dieser, ausgestattet mit einer Akustikgitarre, habe ich ihn zuletzt vor drei Jahren auf dem Londoner Field Day Festival gesehen und seither leider etwas aus den Augen verloren. Und dann kam Benji. Benji ist seine neue Platte, die er unter seinem Alias Sun Kill Moon veröffentlicht hat. Um mich kurz zu fassen: Nahezu jedes Lied handelt von Tod und Abschiedsschmerz. Abwechselnd geht es auch um das erste Mal und andere zwischenmenschliche Beziehungen. Worauf ich hinaus will: Benji ist schon jetzt eines der besten Alben 2014! Und ich heiße Steffen.

 

Philipp hat vor allem im selbstgewählten Karnevalsexil nichts anderes als das neue Mac Demarco Album gehört. Und das ja wohl vollkommen zu Recht. Salad Days erscheint am 1. April. Hoffentlich kein Scherz.

 

Fiete hat sich im Februar mal wieder an Einen seiner ganz Großen erinnert – und zwar Alan Parson mit seinem Project. Das kann er rauf und runter hören und es ist einfach genial. Neben vieler Party-Musik, die er für Bennis und seiner Party Tanzklub gesucht und gefunden hat, hat Fiete auch das letzte Album von Holograms gehört. Und warum? Zu Recht! Oder so.

 

Auf den Februar hätte Vanessa auch verzichten können: kurz, kalt und musikalisch nur mäßig interessant. Aber auch da muss man mal durch. Am besten geht das natürlich mit etwas melancholisch-sehnsüchtigen Klängen von Damien Jurado und Paul Simon. The Velvet Underground wurden auch mal wieder hervorgeholt und mit Neneh Cherry und Planningtorock (grandioses Konzert in Stockholm!) der Weltfrauentag gefeiert – tiptop!