Hallo, ich war in dieser Woche auf einem Konzert und da passierte was ganz Besonderes: Ich fand die Vorband gut! Gut ist ehrlich gesagt auch etwas untertrieben. Da so etwas eher selten bis gar nicht passiert, widme ich dieser Band nun dieses Posting. Hauptgrund des Besuchs im Studio672 war die Band Fenster, deren Erstwerk Bones ich damals noch stark über mein Baby Reling Sichern abgefeiert habe. Ich könnte den Song Oh, Canyon nach wie vor stundenlang hören. Fenster waren gestern auch gut, aber irgendwie habe ich das Gefühl, das mich das neue Album The Pink Caves [VÖ 07.03., Morr Music] nicht so begeistern wird. Vielleicht ist auch die Vorband schuld.

Nun aber zu dieser Vorband, Aloa Input. Das sind 3 junge Herren aus Bayern. Es fällt mir selbst drei Tage nach dem Konzert immer noch schwer, sie zu kategorisieren. Ein Professor von mir hat in seinem Vorträgen gerne ein Wort benutzt, facettenreich. Dieses Wort würde ich mir in diesem Fall gerne leihen, Herr Kevenhörster. In den nächsten Tagen haben diverse Städte in Deutschland noch die Chance die Band live vor eben erwähnten Fenster oder The Notwist zu erleben.

Deren Debüt Anysome ist bereits im letzten Oktober veröffentlicht worden. Beinhaltet eine vertrackte Dschungel-Stimmung aus Indie/World/Tropicana/Elektrogeplucker/Kraut und lässt Gedanken zu The Flaming Lips, Animal Collective, Simon & Garfunkel und Can aufkeimen. Mit den sehr vereinzelnden Rap-Parts gar an die Indie-Rapper Why? Auch sehr toll: Der mehrstimmige Harmonie-Gesang und das gezielt eingesetzte Vogelgezwitscher.

Die drei Protagonisten Cico Beck, Marcus Grassl und Florian Kreier sind keine Unbekannten. Bei/als Joasihno, MS John Soda, Hidden Cameras, Missent To Denmark, Angela Aux und L’egojazz trieben sie bisher ihr Unwesen. Da ist dem überaus geschmackssicheren Label Morr Music nur zu gratulieren. Ich schäme mich etwas, das es mit mir und Aloa Input bis Februar dauern musste.

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