Nun, so ganz knapp vor Weihnachten und nach langem Hin und Her, Sorry Philipp! (siehe oben), darf ich euch präsentieren, was ich so übers Jahr neu entdeckt habe und vielleicht steckt darunter noch die ein oder andere Platte die ihr umbedingt unterm Baum finden wollt. Deswegen: hier meine Top 5 Songs und Platten des vergangenen Jahres und dann liegt es an euch schnell dem Weihnachtsmann Bescheid zu sagen! Damit ihr nicht nur, hoffentlich zustimmend, nickt bei meiner Musik Auswahl sondern auch mal was Neues zu Ohren bekommt, gilt auch bei mir: Jeder Künstler erscheint nur einmal.

SONGS

1. Andhim – Boy Boy Boy

An erster Stelle müssen bei mir Andhim stehen. Ich kann euch gar nicht sagen, wie oft ich den Fusion Mix von den beiden Kölnern gehört habe. Zusammengerechnet einige Tage bestimmt! Die Beiden haben ihre Soundelemente mit großem Wiedererkennungswert und wissen sie geschickt einzusetzen. Da kommt jedesmal aufs neue dieses Sommergefühl auf, spätestens wenn man sieht wie die beiden in der Hitze rumspringen!

 

2. Gold Panda – Brazil

Ich bin immer noch leicht genervt, dass das Konzert, auf das ich mich unheimlich gefreut habe, abgesagt wurde. Nichtsdestotrotz mag ich Gold Panda total gern. Die Tracks bestehen für mich aus unterschiedlichen Ebenen, wo mal was dazu gegeben und mal was wegenommen wird. Das Ganze ergibt dann ein schönes Gewusel von Klängen und deswegen mein Platz zwei.

 

3. Milky Chance – Flashed Junk Mind

Milky Chance, wer den Namen noch nicht gehört hat, hat 2013 unter einem Stein verbracht oder einem schalldichten Raum. Hinter dem Namen verstecken sich zwei Jungs aus Kassel, die noch letztes Jahr zur Schule gingen und dessen Lieder stark an The Tallest Man On Earth erinnern. Über Youtube haben sie sich einen Namen verschafft und direkt ihr eigenes Label gegründet, auf welchem sie das Debütalbum Sadnecessary selbstproduzierten. Dagegen sehen meine Errungenschaften diesen Jahres gleich mal ein Stück schäbiger aus.

 

4. Tyler, The Creator – Awkward

Mal was anderes, und zwar von dem dritten Album von Tyler, the Creator Wolf . In erster Linie mag ich Tyler, the Creator alias Wolf Haley für seine Ansichten und wie er sich gibt, das vermittelt er natürlich in seiner Musik. Dieses Album hat einen sanfteren, jazzigeren, instrumentalen Grundstein als die vorherigen, aber im Kontrast dazu steht immer noch der dunkle Rap, durch welchen er meistens eine Geschichte erzählt. Hier eine Beziehung in Retrospektive.

 

5. Crystal Fighters – Separator 

Von dem  in diesem Jahr erschienen Album Cave Rave verankerte sich in meinem Kopf Separator.  Es is ein solches Lied, das einen direkt in den Sommer versetzt, in die Art von Stimmung wo alles gut ist, die Sonne scheint, man mit Freunden irgendwo rumrennt und  sich einfach freuen kann. Auch sonst verbreiten Crystal Fighters mit Chor, Trommeln, Tambourine und harmonischen Klängen die ultimative Ohrwurmmusik und Sehnsucht nach sonnigen Tagen und lauen Nächten.

 

PLATTEN

1. DJ Koze – Amygdala

Den ersten Track auf der Platte, Track ID Anyone Feat. Caribou  hätte ich auch guten Gewissens als Nummer eins Song auflisten können. Hab ich aber nicht, weil der Rest der Platte beinahe genauso grandios ist wie diese Kollaboration mit Caribou. A Match made in Heaven, wie man so schön sagt. Genauso der zweite Track gemeinsam mit Apparat  Nices Wölkchen Feat. Apparat. Die Platte besteht beinahe nur aus Kollaborationen, welche jedem Lied einen ganz eigenen Klang verleihen und trotzdem ist die Platte stimmig. Also Platz eins, stimmt so!

 

2. CHVRCHES – The Bones of What You Believe

Chvrches, die erst seit zwei Jahren eine Band sind, haben dieses Jahr ihr Debütalbum veröffentlicht. The Bones of what you Believe ist electronic, synthpop zum mit zappeln und wackeln vom aller Feinsten, wird mit der Stimme von Lauren Mayberry gekrönt und bleibt dann im Kopf stecken. Spätestens seit dem Konzert, ja Sie haben Köln schon einen Besuch gestattet, bin ich überzeugt.

 

3. Disclosure – Settle

Disclosure fällt wohl unter den Begriff „elektronische Tanz Musik“, darunter kann sich jeder was vorstellen aber nichts so richtig eingrenzen. Das, was Disclosure innerhalb diesem begrifflichen Rahmen besonders macht, sind die vielen Vocals die, die Tracks leichter zugänglich machen. Settle heißt das Debütalbum und dieses weiße Gesicht dürfte den Meisten auch bekannt vorkommen.

 

4. Mount Kimbie – Cold Spring Fault Less Youth

Diese Platte kursiert meistens auf meinem Plattenspieler, weil sie einfach schön ist. Mount Kimbie macht einfach schöne Musik zum rumsitzen und nachdenklich sein. Eine bleibende Erinnerung, für mich aus diesem Jahr ist, die Lieder, die sonst nur so schön in meinem Zimmer spielten, auf dem Melt Festival zu hören; Vollmond überm Wasser, Füße im Sand, Wunderkerzen irgendwo in der Menge und vertraute Melodien. Außerdem, als ob das noch nicht reichen würde, zwei Lieder mit King Krule!

5. Atoms for Peace – Amok

Ein weiterer Moment von dem Melt in diesem Sommer: Atoms for Peace. Die Stimme von Thom Yorke, Leadsänger von Radiohead, die instrumentalen und doch elektronischen Klänge und die Stimmung, die dort geherrscht haben sind leider nur ansatzweise auf dieser Platte eingefangen. Deswegen hats nur für den letzten Platz gereicht.