Runde Nummer vier im HEY Jahrescharts-Karussel. Beim Zusammenstellen ist mir aufgefallen, dass die Top-Songs alle irgendwie ähnlich sind – sehr elektronisch, vertrackt, poppig. Immerhin haben es ein paar Gitarren in meine Album-Charts geschafft. So war 2013 dann eben für mich. Auf gehts…

Songs

1. Son Lux – Lost It To Trying

Der Produzent Son Lux kam aus dem Nichts und veröffentlichte gleich zwei Songs, die einen Platz in dieser Liste verdient hätten. Ein bisschen mehr mag ich allerdings Lost It To Trying. Was ich auch mag: HEY präsentiert im kommenden Januar eines der ersten Deutschlandkonzerte von Ryan Lott.

2. Sohn – Lessons

Noch so einer, der plötzlich da war, ist Sohn – und das schon seit mehr als einem Jahr. Der Produzent mit Wohnort in Wien und London wird allerdings nicht müde und veröffentlicht einen perfekten Song nach dem anderen. Zuletzt Lessons.

3. FKA Twigs – Water Me

Eine weitere Newcomerin ist die Britin FKA Twigs. Auf Young Turks hat sie im Herbst ihre zweite EP names EP2 veröffentlicht. Darauf ist Water Me. Ein Song, der genauso wunderbar dunkel und hypnotisierend ist wie das dazugehörige Video.

4. Ry X – Berlin

Der Australier Ry Cuming, auch bekannt als Ry X, ist der erste Musiker, der auf dem HEY Blog zu hören war und kurze Zeit später im Sony Werbespot. Kann ich mir nur so erklären, dass die Menschen in Tokio entweder unseren Blog lesen oder einen formidablen Musikgeschmack haben.

5. Toro y Moi – Say That

Ok, ich gebe zu: Hier habe ich etwas geschummelt. In Say That von Toro y Moi konnte man Ende 2012 schon reinhören. Dass Chaz Bundick das dazugehörige Album Anything in Return jedoch erst im vergangenen Januar veröffentlicht hat, bügelt es doch wieder aus, oder?

Alben

1. Rhye – Woman

Ich glaube von März bis Mai habe ich keine Platte öfters gehört als Woman von Rhye. Deshalb habe ich mich besonders geärgert, dass ich das Duo aus Los Angeles auf dem diesjährigen Melt verpasst habe. Hoffentlich kann ich das 2014 nachholen.

2. King Krule – 6 Feet Beneath The Moon

Der junge Brite Archie Samuel Marshall zieht als King Krule sein Ding durch und bleibt seit zwei Jahren seiner unkonventionellen Linie treu. Egal was er macht, ich bin Fan. Daher ist es kein Wunder, dass seine Debüt-Platte 6 Feet Beneath The Moon hier Erwähnung findet.

3. Bill Callahan – Dream River

In die neue Platte des amerikanischen Singer/Songwriters Bill Callahan habe ich mich verliebt, als ich Oktober im ICE nach Norddeich saß. Bills raue Stimme gepaart mit der tollen Landschaft – hatte ich da eine andere Wahl?

4. Blood Orange – Cupid Deluxe

Von Benjamin seit Monaten (vielleicht sogar Jahren) als Platte des Jahres angepriesen, war ich mir fast sicher, dass Cupid Deluxe auch mir gefallen würde. Jetzt gefällt sie mir sogar so gut, dass Devonté Hynes es in diese Liste geschafft hat.


5. Local Natives – Hummingbird

Eigentlich war ich etwas enttäuscht als ich Hummingbird, das zweite Album der Local Natives, zum ersten Mal gehört habe. Das ging mir auch beim zweiten und dritten Mal noch so. Schließlich zählt das 2009er Debüt-Album Gorilla Manor zu den meistgespielten Alben auf meinem Plattenspieler. Der vierte Durchgang brachte dann die Erleuchtung: Hummingbird ist anders – aber ebenfalls großartig. Das haben die vier Jungs aus Los Angeles in diesem Jahr auch zweimal live untermauern können.