Ich will an dieser Stelle gar nicht viel über die musikalische Lage des Jahres schreiben: Im Großen und Ganzen war ich nämlich zufrieden. Also ganz kurz: 2013 war bisher irgendwie ein besonderes, aber auch ein seltsames Jahr. Und das ist ein Teil meines Soundtracks dazu:

 

SONGS

 

1. Mount Kimbie – Home Recording

Die Entscheidung für Platz #1 ist ziemlich schnell gefallen: an Home Recording kommt für mich dieses Jahr kein Track ran. Nicht nur Intro für ein großartiges Album, sondern auch diese perfekte Trägheit, der leichte Beat am Ende, der Gesang… Den kann man sich für einen Sonntag im Bett auf Repeat schalten kann und man ist immer zufrieden.

 

2. Seoul – Stay With Us

Für manches muss der Zufall sorgen, und so bin ich beim ziellosen Rumstöbern irgendwann im Sommer auf diesen Track gestoßen. Und seitdem geht er nicht mehr weg. Passt aber auch in die unterschiedlichsten Situationen… Der Track ist übrigens auch das Erste, was die Jungs von Seoul von sich hören lassen haben, 2014 wird also auch in dieser Hinsicht spannend. Vielleicht.

 

3. Washed Out – All I Know

Es hätten auch andere Tracks von Washed Outs Paracosm hier stehen können, aber All I Know hat die ganz besondere Bedeutung für 2013. Irgendwie gehört das Lied für mich mit ins Auto und auf die Straße: Ich will dabei irgendwohin weit weg fahren (und das hab ich sogar auch schon so gemacht, ha!). Und was man diesem (stellenweise fast schon cheesy angelegten) Indie-Song gar nicht direkt anmerkt: die textliche Message geht in eine ganz andere Richtung. Kann man zum Beispiel hier lesen.

 

4. Vancouver Sleep Clinic – Collapse

Dieser Track ist erst sehr spät auf den letzten Platz meiner Topliste gerutscht: 5 Stunden verregnete Zugfahrt quer durch Deutschland. Mit Kopfhörern. Und fast nur einem Track. Sehr starke Nummer des erst 17-jährigen(!) Tim Bettinson. Zu hören: ein deutlicher RnB-Einschlag. Auch so ein schönes 2013-Ding.

 

5. Post War Years – Be Someone

Kann man einen Song auch ohne große Beschreibung hier reinpacken? Ich find den halt schön und er begleitet mich schon seit Anfang des Jahres in den unterschiedlichsten Situationen, das kann ich anbieten. 2013 ist also auch ein großes Stück Be Someone. Zum Vorspielen gibt es hier die sehr gut gelungene akustische Variante, das gemeinte Original könnt ihr euch hier anhören.

PLATTEN

 

1. Mount Kimbie – Cold Spring Fault Less Youth

Auch das Album von Dominic Maker und Kai Campos gehört auf bei mir auf die 1. Da sich die beiden für die Arbeit am Album vielen unterschiedlichen Einflüssen ausgesetzt haben, ist auch eine erkennbar vielseitige Platte dabei herausgekommen, die in keinem CD-/PLattenregal fehlen sollte. Zwei der Highlights sind die Features mit King Krule:

 

2. Washed Out – Paracosm

Ernest Greene überrascht eigentlich mit jedem Release. Und in diesem Jahr: mit einer großen Portion Hippieism! Paracosm hat einen deutlich hörbaren Gitarreneinschlag bekommen. Die teilweise fast schon poppigen Tracks haben mich vor allem durch den Sommer begleitet. Bemerkenswert außerdem: hat live auch mehr als gut funktioniert!

 

3. Local Natives – Hummingbird

Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal so lange auf ein Release warten musste. Und als Hummingbird dann endlich draußen war, hatte ich Schiss, dass es meine Erwartungen nicht erfüllen kann. Die Sorge war letztendlich aber dann unbegründet… Die Local Natives funktionieren auch im Jahr 2013 noch bestens!

 

4. The Appleseed Cast – Illumination Ritual

Yeah, Post-Rock! Ich mag das, dass es Bands gibt, die einen schon etliche Jahre begleiten. Man kommt irgendwie nie ungehört an den Alben vorbei und umso besser finde ich es dann, wenn sie dann auch noch so gut gelungen sind wie Illumination Ritual. Besonders im Herbst/Winter großartig. Danke, Appleseed Cast!

 

5. King Krule – 6 Feet Beneath The Moon

Schon wieder einer dieser übertalentierten jungen Briten… Aber soll mir recht sein! Einfach mal rotzfrech so ein Debütalbum abliefern, das kann man machen. Dieses UK-Dialekt-Gesinge(?!) hat schon was für sich. Irgendwie was Gutes…