You’ve been drinking all week baby that’s alright

Mit ihrem Debüt-Album The Belt hat das Duo In The Valley Below aus Los Angeles einen echten Hammer rausgehauen. Stellenweise ist das Ding leider völlig überproduziert und viel zu aufgepumpt. Wahrscheinlich hätte das Album besser geklungen, wenn sich die beiden mit einem analogen Vier-Spur-Gerät im Keller eingeschlossen hätten. Im Großen und Ganzen gibt es aber fantastisches Songwriting und große Gefühle zu hören. Die erste Single Peaches ist ein Ohrwurm par excellence, so let’s love for one song!

Auf ihrer ausgiebigen Europa-Tour mit White Lies haben wir der Band in der Live Music Hall gerne einen Besuch abgestattet.

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HEY, seid ihr eigentlich zusammen?

Angela: Oh, das ist kompliziert.

Wollt ihr darüber reden?

Angela: Vielleicht später.

OK, dann erzählt mir doch mal, was ist eurer Meinung nach der beste Film und was macht ihn so besonders?

Jeffrey: Ich muss The Big Lebowski sagen, weil die Charaktere so handgemacht wirken und so gut portraitiert werden. Die ganze Geschichte ist so lächerlich, aber so glaubwürdig dargestellt. Ich finde, der Film ist einfach gut gemacht.

Welche ist eure liebste alte und welche eure liebste neue Band? Welche Platten sollen sich eurer Meinung nach die Leser unbedingt anhören? Angela nennt die alte und Jeffrey die neue Band.

Angela: Das machen wir besser umgekehrt, denn Jeffrey hört überhaupt keine neue Musik. Ich mag diese Mädchen von Haim total gerne.

Jeffrey: Du hörst doch die ganze Zeit Laura Marling!

Angela: Ja ja, ich stehe total auf Laura Marling, aber sie ist ja kein Newcomer mehr. Ach, außerdem mag ich London Grammar.

Jeffrey: Ja, die sind wirklich richtig gut! OK, also jetzt ich die alte Band…man, das ist hart.

Angela: Stones?

Jeffrey: Keine Ahnung, da gibt es so viele. Was ist mit Genesis und Pink Floyd? Ich soll mich doch für eine entscheiden, richtig?

Ja, am liebsten nur eine!

Jeffrey: Led Zeppelin ist zu einfach, oder?

Die Frage zielt eigentlich auf eine Band ab, die zu unrecht vergessen wurde. 

Genesis. Die frühen Genesis aus den Siebzigern. Ich weiß nicht, ob die Menschen die vergessen haben, aber das ist einfach die fantastischste Musik.

OK, reden wir über eure Musik. Beschreibt doch mal euer Album.

Angela: Unser Album heißt The Belt. Als wir angefangen haben, zusammen Musik zu machen, waren wir in einer speziellen Lebenssituation. Wir kamen aus Los Angeles und versuchten unseren Träumen zu folgen – oder so. Es geht besonders um unsere komplizierte Beziehung und die Beziehungen zu anderen Menschen. Es prasselte soviel auf uns ein zu dieser Zeit, dass die Songs wie von allein entstanden.

Hattet ihr schon eine komplizierte Beziehung, bevor ihr angefangen habt zusammen Musik zu machen?

Angela: Oh nein, vorher war es nicht kompliziert. Kompliziert wurde es erst mit der Musik.

Wie habt ihr euch kennengelernt?

Jeffrey: Wir haben uns in Los Angeles kennengelernt. Wir sind beide dort hingezogen, um Musik zu machen. Wir hatten unterschiedliche Projekte und Bands am Laufen, mit denen wir überall in der Stadt aufgetreten sind. Irgendwann waren wir Teil der dortigen Musikszene, in der wir uns dann irgendwann über den Weg gelaufen sind. Wir wurden Freunde und fingen an, zusammen Songs zu schreiben.

Angela: Aber das klappte Anfangs überhaupt nicht.

Jeffrey: Ja, die ersten Versuche waren wirklich schlecht, aber mit der Zeit wurde es immer besser.

Danke.

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