Vorweg sei gesagt: Das MS Dockville ist mit Abstand das coolste Stadtfestival zwischen Sonthofen und Flensburg. Dabei liegt es gar nicht mal so weit entfernt vom letztgenannten Ort. Das MS Dockville findet nämlich seit 2007 im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg statt. Was damals mit rund 5.000 Besuchern begann, ist mittlerweile auf über 20.000 angewachsen. Doch warum ist das Festival so cool? Ganz einfach. Die Macher schaffen es eine besonders schöne Balance zwischen bekannten und unbekannten Künstlern im erweiterten Indie-Kreis zu finden.

Als kleinen Vorgeschmack möchten wir euch deshalb die Künstler (chronologisch) vorstellen, auf die wir uns am meisten freuen:

VIMES (Samstag, 17:20, Maschinenraum)

Vimes sind Azhar Syed und Julian Stetter aus Köln. Ins unserer rheinischen Heimatstadt zählen sie mit ihrer Mischung aus Gitarren-Sound und klassischem Techno zu den vielversprechendsten Künstlern. Apropos. Das Dockville hat auch noch zwei weitere dieser Kategorie eingeladen: Roosevelt spielt samstgas im Maschinenraum und Xul Zolar sonntags auf der Grossschot.

MAC MILLER (Samstag, 20:50, Grossschot)

Erst mit seinem zweiten Album Watching Movies With The Sound Off ist der 21 Jährige Rapper Mac Miller auf meinem Musik-Radar erschienen. Dabei frage ich mich immer, wie sein 90 Millionen mal geklickter YouTube-Hit Donald Trump umbemerkt an mir vorbeigehen konnte. Ich hab also Nachholbedarf – und fange Samstagabend damit an diesen zu verringern.

XXYYXX (Samstag, 03:15, Maschinenraum)

Marcel Everett produziert schon seit einer gefühlten Ewigkeit Beats unter dem Namen XXYYXX. Dabei ist der Junge aus Orlando, Florida noch nichtmals 18 Jahre. Sein dahinplätschernder Post-Dubstep Song About You war einer meiner Hits 2012. Länger wachbleiben lohnt sich also.

(Update: XXYYXX hat leider abgesagt!)

JOHN TALABOT (Samstag, 04:15, Maschinenraum)

Ok, noch länger wachbleiben lohnt sich noch viel mehr. Denn anschließend legt der coolste Typ von Barcelona auf. Oder spielt er doch ein Live-Set? Nach unzähligen Edits, Remixen und Singles hat John Talabot nämlich im vergangen Jahr mit FIN bewiesen, dass er es auch im Longplayer Format drauf hat.

CHRVCHES (Sonntag, 19:10, Vorschot)

Die Band aus Glasgow ist so aalglatt, dass man sie entweder hasst oder liebt. Nach langem hin und her habe mich für die zweite Variante entschieden. Vor allem hat es mir die Stimme von Sängerin Lauren Mayberry angetan. Nach ihrem Auftritt auf dem Melt! Festival kann ich versichern, dass diese auch live funktioniert.

Das 7. Dockville Festival findet vom 16.-18. August in Hamburg statt.

Tickets bekommt ihr hier – weiter Infos hier.

MS DOCKVILLE / Facebook / Twitter

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