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Es ist kurz vor Schluss in diesem verrückten Jahr, das in zwei Top 3-Listen zusammen zu fassen auch mir total schwer gefallen ist, und ich glaube in einer halben Stunde sähe die Liste schon wieder anders aus (nach etwas mehr ruhiger Bedenkzeit hätte ich bestimmt Lana wieder rausgeschmissen, aber draußen böllerts schon die ganze Zeit und es ist ein guter Song, also bleibt Lana drin).

TRACKS

1. TWIN SHADOW – FIVE SECONDS
Das Jahr 2012 hatte für mich zwei Großereignisse, denen ich relativ ungeduldig entgegenfieberte. Das eine war ein neues Tame Impala-Album (dazu später mehr), das andere die zweite Platte von Twin Shadow, in dessen erstes Album Forget ich nach wie vor bis über beide Ohren verliebt bin. Five Seconds war die erste Single, die lange vor dem Album Confess erschien. Schön zackig und nach vorne, ganz toll, ich hab sie rauf und runter gehört (laut last.fm lief kein anderer Song aus diesem Jahr in diesem Jahr öfter). Twin Shadow flirtet offensichtlicher mit dem großen Pop als früher, wo es leierte und eierte und B-Movie-mäßige Kitschgitarren irgendwo im Hintergrund jaulten. Auf Albumlänge steht dem Twin Shadow die große Geste meiner Meinung nach nicht, Confess hat mich ziemlich enttäuscht. Aber das ist eine andere Geschichte. Das hier ist der Song des Jahres.

Twin Shadow / Facebook / Soundcloud / Tumblr

2. LANA DEL REY – BLUE JEANS (RAC REMIX)
Ich habe eine Schwäche für den ganz großen Pop. Hier ist es so: ich mag den Song. Ich mag den Text („I love you more / than those bitches before“). Ich kann auch nichts dagegen tun, dass ich Lana Del Rey generell sympathisch finde. Und der Remix von RAC ist tanzbar wie noch was. Mein Ohrwurm des Jahres. Uncool, ne?

Lana del Rey / Facebook / Twitter / Soundcloud

3. TENNIS – MY BETTER SELF
Einen dritten Song des Jahres auszusuchen ist mir am allerschwersten gefallen. Denn es gibt so viele einzelne Songs aus 2012, die ich ähnlich gut finde wie den hier (was auch der sich in meinem Umfeld hartnäckig haltenden These widerspricht, dass 2012 gar nicht so viel gute Musik erschienen sei). Ich mag an My Better Self das Pianoriff, die warme Atmosphäre, den schmeichelnden Gesang, und die Tatsache, dass es abrupt endet. (Und die Band hat eine geile Homepage im Windows 95-Style!)

ALBEN

1. TAME IMPALA – LONERISM
Ich habe 2012 auf nichts so sehr gewartet wie auf Lonerism, und ich wurde nicht enttäuscht. Tame Impala schrauben an der Zukunft des Psych, benutzen plötzlich super viele Synthesizer, driften in beatleske Sphären und haben immer noch geile Gitarrenriffs am Start. Und nen Haufen guter Songs. UND sie tragen HEY-Taschen!

Tame Impala / Facebook / Twitter / Soundcloud

2. BEACH HOUSE – BLOOM
Das Cover von Bloom ziert übrigens deswegen diesen Post, damit wir nicht zweimal ein Tame Impala-Bild hatten. Wäre ja langweilig gewesen, und das Beach House-Cover ist ja noch dazu sehr schön. Bei der Platte dachte ich auch erst, dass ich sie langweilig finde, weil sich soundmäßig eigentlich nix groß entwickelt hat zu den Platten davor. Und plötzlich stell ich fest, dass ich Bloom immer wieder höre, und immer wieder einen anderen Song am liebsten mag, und so blieb das das ganze Jahr über.

Beach House / Facebook / Twitter / Tumblr

3. WILD NOTHING – NOCTURNE
Der klassische Fall: man findet das erste Album super, und das zweite versteht man nicht so richtig. Hab ich ja oben bei Twin Shadow schon beschrieben, und bei Wild Nothing gings mir auch so. Ich fand Nocturne irgendwie konturlos. Manchmal hilft in solchen Fällen der Konzertbesuch, und hier hat es zum Glück funktioniert: an einem Sonntag Abend mit einem offensichtlich vom Kater gezeichneten und deswegen mucksmäuschenstillen Publikum verstand ich endlich, dass Nocturne ein großartiges Album voller wirklich guter Lieder ist. Love Is Paradise.

Wild Nothing / Facebook / Twitter

Tschüs, 2012. Guten Rutsch allerseits!